AUSSTELLUNGEN

Aktuell sind in Jamlitz im öffentlichen Raum bis auf weiteres folgende künstlerische Arbeiten dauerhaft zu sehen: 

Johannes Pfeiffer: "Klangschwellen", 2021/2024, Ort: nähe Justus Delbrück-Haus / am Heideradweg

Günther Zins: "Mauerleporello", 2023, Ort: Giebel Am Schäferteich 6 / am Heideradweg

Christian Hasucha: "davor, dabei, danach" (Foto unten), 2025, Ort: Giebel Alte Mühle am Mühlenteich 2

Rudolf Grunemann: "Deutschland einig Vaterland", 1953, Ort: Dorfgemeinschaftshaus Foyer, Schulstraße 12

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AKTUELL

ab 14. AUG 2026

"art shapes spaces" - 1. openart Lausitz Biennale 

Kunst zwischen Gestern, Heute und Morgen

Die Alte BHG - eine große Lagerhalle, die in den letzten beiden Ausstellungen von brandung e.V. für künstlerische Interventionen genutzt wurde, ehemals an die Spreewaldbahn angebunden, hat dabei ebenfalls eine besondere Position. 1938 wurde sie gebaut und steht heute noch mit der Dachkonstruktion so wie damals geplant. Einige Hakenkreuze finden sich noch in die Dachsparren eingebrannt. Lediglich die tiefergelegten Schienen wurden aufgeschüttet. Die Barackenteile für Jamlitz kamen hier an und wurden dann weiter verteilt. Hier lagerte die Munition der SS und dann nach dem Ende des Schreckens das Fischfutter in großen Haufen für den sozialistischen Fischereibetrieb.

Die Ausstellung der Lausitz-Biennale widmet sich nach den vorherigen Ausstellungen „Standort_Bestimmung“ (2021), „Bestand und Fiktion“ (2023), „Vom Verschwinden“ (2025) (veranstaltet durch brandung e.V.) den Leerstellen, Überwachsungen, den Bereichen der Vernachlässigung und Verwahrlosung aber auch damit verbundenen Möglichkeiten des Neudenkens dieser Orte, Strukturen und Wunden.

Ausgehend von diesen Themen bieten wir den teilnehmenden Künstler*innen ausgewählte Orte im öffentlichen Raum der Gemeinde Jamlitz an. An diesen Standorten können sie durch gezielte Beobachtungen ortsspezifische Installationen und Interventionen entwickeln, die soziale, historische und gesellschaftliche Strukturen einbeziehen und reflektieren.

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Mit freundlicher Unterstützung durch den Landkreis Dahme-Spreewald, Elektro Sprenger Lieberose und Fischerei und Teichwirtschaft Janke und Müller GbR sowie vielen weiteren Jamlitzern, die ihre Grundstücke zur Verfügung gestellt haben. 

Ausstellungszeitraum: 14.AUG — 30.AUG 2026

Künstlerische Leitung: Michaela van den Driesch

Co-Kuration: Anna Grunemann

Ausstellungsort: Jamlitz

Beteiligte Künstler*innen: Bob Budd (GB), Victoria Gouzikovski (NO), Julia Lazarus (D), Franziska Möbius (D), Mio Okido (JP/D), Christine Schulz (D), Anke Westermann (D)

Simulation Bob Budd

Bob Budd - "„Agriculture made easy“, 2026

England/Großbritannien

Bob Budd fertigt einen augenzwinkernd zu lesenden Prototyp für ein landwirtschaftliches Gerät zwischen Vergangenheit und Zukunft an, welches sich den Problemen der Bodenverdichtung entgegenstellt, die durch aktuell genutzte landwirtschaftliche Großmaschinen verursacht werden. 

Zur Finissage wird im Rahmen der letzten Führung durch die Ausstellung das Event "Schaufelnschultern" zum besonderen Aspekt der Arbeit. Sind doch alle Interessenten eingeladen, eine Schaufeln von Bob Budd zu schultern und selbst dem Problem der Bodenverdichtung im Privatbereich entgegenzuwirken. 

www.axisweb.org/artist/bobbudd

Simulation Victoria Gouzikovski

Victoria Gouzikovski - Inseraction, 2026

Bergen/Norwegen

Die Norwegerin Viktoria Gouzikovski entwickelt eine Art Bekleidung/Mode für Architektur und arbeitet großformatig mit verschiedenen Gebäuden in Jamlitz. Von der aktuell als Lager genutzten Alten Schmiede bis zum Wohnhaus entwirft sie mit blauem Tuch eine Art Zusammenhalt – eine deutlich sichtbare Teilhabe am Biennalegedanken. 

www.alternative-formats.com

Foto: Julia Lazarus

Julia Lazarus - „fluctuating waterlevels - wechselnde pegelstände", 2026

Berlin/Deutschland

Julia Lazarus‘ Thema ist das Wasser – speziell der in der Lausitz sinkende Grundwasserstand. Dazu hat sie mit Anwohner*innen und Politiker*innen Interviews geführt, hat über und unter Wasser gefilmt und die Grundwassergebiete kartiert. In einer Multimedia-Installation verwebt sie die vielschichtigen Ansätze zu einem ästhetischen Gerüst zum Nachdenken über unsere Verantwortung der Natur gegenüber. 

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Lesung von Ulrike Müller (künstlerische Leiterin der Neuen Bühne Senftenberg) aus „Vineta oder Das schwarze Tal“ wird Julia Lazarus mit Vertreter*innen aus Politik und Biologie am 15.August 2026 ab 18 Uhr im Gespräch sein. 

https://julialazarus.com

Simulation: Franziska Möbius

Franziska Möbius - "Come together", 2026

Leipzig/Deutschland

Die Bodenarbeit besteht aus Linien, die mit temporärem Straßenmarkierungsmaterial auf den Boden aufgebracht werden. Diese Linien schlängeln sich um ein Zentrum: ein kreisrunder Punkt, der aus taktil erlebbarem Material besteht.

Der veränderte Dorfplatz bekommt mit der Arbeit eine gehobene Aufmerksamkeit.

Das Werk „Come Together“ als universelle Geste des Zusammenkommens verspricht eine neue Mitte. Das temporäre Raster aus Linien berührt Geschichte und Zukunft: Es weiß um Trennendes und Verbindendes, um das Nebeneinander von Spuren, die sich nicht notwendigerweise kreuzen, aber doch aufeinander Bezug nehmen.

Die Linien nehmen ein Zentrum in den Blick, ohne es zu besetzen. Der haptisch erfahrbare Punkt lädt aber dazu ein, den Boden zu erspüren – eine Insel der Weichheit, ein gemeinsamer Impuls für das Miteinander.

Die Arbeit bietet einen Ort des Innehaltens. Er lädt ein, Abstand und Nähe, Erinnerung und Aufbruch, Kommen und Gehen ins Verhältnis zu setzen und im Hier und Jetzt neue Verbindungen zu wagen.

https://franziska-moebius.de/seiten/installationen

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Simulation: Mio Okido

Mio Okido - "Wiedervereinigung", 2026

Japan/Deutschland

Die in Japan geborene und seit 8 Jahren in Berlin lebende Künstlerin beschäftigt sich mit kollektiver Erinnerungskultur im globalen Kontext. Dabei untersucht sie unter anderem die Geschichte der deutschen Teilung aus ausländischer Perspektive sowie die Geschichte Asiens aus globaler Sicht. Ihre Arbeit umfasst ein breites Spektrum, darunter Konzeptkunst, die sich auf Archivbilder und -texte bezieht, sowie Installationen und Kunst im öffentlichen Raum.

2021 schloss Okido ihr Studium an der Universität der Künste Berlin mit dem Master ab. Ihr Schwerpunkt war dabei „Theorie der Erinnerungskultur und Kunst im öffentlichen Raum“. Diese Expertise paart sich mit der besonderen Sensitivität Ihrer Herkunft und der daraus resultierenden sensiblen Beobachtung kultureller Gegebenheiten. 

Für Jamlitz hat die Künstlerin eine berührende Installation aus 5 Fahnen mit Zeichnungen von ehemaligen Häftlingen aus dem Außenlager Lieberose des KZ Sachsenhausen entwickelt, welche von 1943-1945 in Jamlitz unter schwerster Arbeit den SS-Truppenübungsplatz "Kurmark" errichtet haben. Die Bildebene wird durch Zitate der gezeichneten Häftlinge ergänzt. In ihrer Recherche hat sich die Künstlerin mit Archivmaterial und Literatur zu den Lagern in Jamlitz beschäftigt und war in engem Austausch mit dem Leiter der Gedenkstätte Dr. Andreas Weigelt. Ihre Arbeit wird in Abstimmung aller Beteiligten auf dem ehemaligen Lagergelände - heute Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz am Kiefernweg, 15868 Jamlitz in visueller Korrespondenz zu den Gedenkstättentafeln und dem auf dem Gelände befindlichen Gebäude aufstellt.

Um den Kontext dieser Arbeit mit dem Titel „Wiederbegegnung“ tiefer begreifen zu können, wird es im Rahmen einer besonderen Führung mit dem Leiter der Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz Dr. Andreas Weigelt am Sa, 22.08.2026 einen Input in die Geschichte der Lager in Jamlitz geben. Im Anschluss wird der Historiker mit der Künstlerin und den Besucher*innen ins Gespräch kommen. 

Realisierung in Kooperation mit der Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz. https://www.lieberose-jamlitz-sbg.de

https://miookido.net

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Ausschnitt aus einer Installation: Christine Schulz

Christine Schulz - "„VENTOUX VII - Wer arbeitet im Boden - Who works in the soil?“, 2026

Garbolzum/Berlin/Deutschland

Die Künstlerinnen Christine Schulz (Garbolzum und Berlin) und Julia Lazarus (Berlin) teilen sich mit je einer großen Rauminstallation die temporäre Kunsthalle Alte BHG. Christine Schulz’ Arbeit beschäftigt sich dabei mit den Lebewesen im Boden – von Mikroorganismen bis zum Käfer wird deren wichtiger Beitrag zur Fruchtbarkeit zum Thema.

Für die openartlausitzbiennale entsteht eine weitere Installation innerhalb der Werkserie VENTOUX

VENTOUX  ist ein Werkkomplex, der den fundamentalen Gegensatz von Natur und Kultur untersucht.

Die unterschiedlichen Realisierungen des Werkkomplexes VENTOUX (seit 2011) sind keine redundanten Wiederholungen, sondern jeweils neu zu denkende Installationen, als work in progress verdichtet. Ort und Zeit bilden dabei wesentliche Faktoren. Jede neue Realisierung bildet den aktuellen Zustand der inhaltlichen und künstlerischen Reflexion des Themas.

Für die Lausitz erfolgt eine Darstellung der Böden innerhalb unseres Kulturkreises. 

Wer arbeitet im Boden - Who works in the soil?

Die Installation beschreibt all jene sichtbaren und unsichtbaren Akteure, die unter der Erdoberfläche tätig sind, den Boden formen, pflegen oder verändern. 
Im Mittelpunkt stehen Prozesse innerhalb der Erdschichten.

Raster-Elektronenmikroskop Aufnahmen mit freundlicher Genehmigung von eye of science

http://www.christineschulz.net/

Im Rahmen des Begleitprogramms wird dieses Thema weiter behandelt. Die musikalische Lesung von Texten von Siegfried Kühn durch Christian Steyer beschäftigt sich mit dem was da unter der Erdoberfläche vorhanden ist. 


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Foto: Anke Westermann

Anke Westermann - "„Lichthaus“, 2017/2026

Berlin/Deutschland

Das „Lichthaus“ (2017/2026) von Anke Westermann aus Berlin visualisiert die Idee des Lebens auf dem Land. Von Weitem sieht es aus wie eine ephemere Raumzeichnung aus Licht. Von Nahem gleicht ihr Objekt einem Bausatz für ein Minimalhaus – 4 Wände und ein Dach. Versorgt mit einem Balkonkraftwerk entwickelt die nun autonome Arbeit eine weitere Dimension der Betrachtung. Nicht nur wo wollen wir leben, sondern auch wie wollen und sollen wir leben. 

https://ankewestermann.de

Begleitprogramm zur openart Lausitz Biennale

Das Begleitprogramm eröffnet weitere Zugänge zu den Themen der künstlerischen Arbeiten. Es beschäftigt sich interdisziplinär mit dem Wasser, dem Boden, der Kohleregion und den Menschen hier vor Ort. Ob biografische Schreibwerkstatt oder musikalische Lesung - über den Umweg des Tuns und anders auf das Thema Schauens gewinnen die Themen der openart Lausitz Biennale an persönlicher Bedeutsamkeit.

Ein Künstler der Freien Jazzszene wird im Begleitprogramm seinen Auftritt haben. Am 23.8.2026 findet um 18 Uhr das musikalische Tischgespräch mit Hannes Zerbe in der Lieberoser Landkirche statt (in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Lieberose Land). 

Open spaces

Darüber hinaus werden im Rahmen der open spaces der openart Lausitz Biennale verschiedene Workshops und Veranstaltungen zum einen künstlerischer Art im Atelierhaus Schlosshof in Lieberose, zum anderen informativer Art, wenn die Enkelin von Walter Kühne Friederike Seiffert – Kühne war Künstler der ehemaligen Künstlerkolonie in Jamlitz im noch existierenden Atelier Pisspott, durch Jamlitz zu den Orten der Künstlerkolonie führt und über Künstlerkolonien im europäischen Kontext spricht.

Das Atelierhaus Schlosshof in Lieberose wird ein ganzes Wochenende (21.-23.8.2026) zum künstlerischen Hotspot. Mit Formaten wie „Der karierte Garten“ realisiert von Ralf Schuster – abends kommt dann noch die klangliche Interpretation durch Stefan Hetzel hinzu, einer Landart-Performance von der Potsdamer Künstlerin Jana Wilsky und den experimentellen Malereiworkshops von Eka Orba bieten die in Lieberose ansässigen Künstler*innen Orba und Schuster ein offenes Haus und jede Menge niederschwelligen Input in die Möglichkeiten von Kunst. 

Alle Angebote hier im Überblick: 

Identität und Erinnerung (2025 - Archiv) Aktualisierung folgt


Im Begleitprogramm zur Ausstellung steht die Frage nach der eigenen Identität im Mittelpunkt. Dabei laden wir die Teilnehmer*innen und Besucher*innen ein, neue Standpunkte einzunehmen oder sich mit dem Verschwinden mit allen Sinnen in eigenem Tun zu beschäftigen: sei es in einer Schreibwerkstatt, einem Workshop mit dem Fokus auf Malerei und Mentalität oder einem Happening für die ganze Familie zum gemeinsamen Bau einer Feuerskulptur.

Gehaltvolle und spannende  Tischgespräche mit unseren Künstlerinnen und Künstlern runden das Begleitprogramm ab und eröffnen, wie auch bei den Kuratorenführungen am Sonntag, neue Blickwinkel auf das, was da ist, was da nicht mehr ist und das, was vorstellbar wäre, wenn das, was stört, verschwunden wäre.

Gefördert von der Plattform kulturelle Bildung des Landes Brandenburg.

https://gesellschaft-kultur-geschichte.de/plattform-kulturelle-bildung-brandenburg/

TISCHGESPRÄCHE VORAB
an den Orten des Aufbaus (2025 "Vom Verschwinden")

Dienstag, 05. August
mit den Künstlerinenen Susken Rosenthal und Franziska Möbius
Start: Am Schäferteich 6, 15868 Jamlitz

Mittwoch, 06. August
mit den Künstlern Christian Hasucha und Matthias Lehmann
Start: Am Schneidmühlenteich, Mühlenweg 2, Jamlitz

Donnerstag, 07. August
mit Lotte Lindner + Till Steinbrenner, Franziska Möbius und Chris Hinze
Start: Raduschweg 3, Jamlitz

Ausstellungsführungen
jeden Sonntag vermitteln die Kunstwerke

Sonntags am 17./24./31. August sowie am 7. September 2025 um 16 Uhr mit den Kuratoren der Ausstellung.

Offene Schreibwerkstatt
mit Ulrike Müller

17. August (So) 11-17 Uhr, Alte BHG; Kastanienallee 2, Jamlitz
AufSpüren - ein biographischer Poesie- und Theaterworkshop für Menschen allen Alters

Was sind wichtige Stationen im Leben? 

Welche Orte, Menschen und Dinge haben in deinem Leben eine Spur hinterlassen? 

Welche Geschichte verbindest du damit?

In der Schreibwerkstatt nähern wir uns diesen und weiteren Fragen und erfinden kleine Texte. Anschließend Werkschau zum  Workshop  und  Lesung  aus:  Â»Blick  zurück  nach  vorn oder ich bin geboren in einem Land, dass es nicht mehr gibt« (Verlag der Autoren GmbH & Co KG, Frankfurt am Main )

Teilnehmerbeitrag 20 €/ ermäßigt 10 € Anmeldung unter: projekte@brandung-ev.de
oder telefonisch (AB) 033671 2297

ab 17 Uhr öffentliche Werkschau der Schreibwerkstatt
Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Ulrike Müller ist in Cottbus geboren, studiert später Schauspiel  und  ist  heute  breit  aufgestellt.  Bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift »Theater heute« wurde sie 2012 für ihr  Stück  Â»Das  Projekt  bin  ich«  zur  Â»Besten  Nachwuchsregisseurin« nominiert. Für ihr Hörspiel »Das Projekt bin ich« war sie 2015 für den »ARD-Online-Award« nominiert und gewann den »Deutschen Hörspielpreis der ARD«.

https://ulrikemueller.de/autorin

Workshop und Tischgespräch mit Hermes Entenza
"WAS WO WIE ist Heimat?" 

30. August 2025 (Sa) 

Hermes Etenza ist Maler - sein Medium ist das fließende Aquarell. Die Teilnehmer*innen des Workshops erleben am eigenen Leib wie es sich anfühlt sich nur eingeschränkt verständigen zu können und erleben auch das große Potenzial von Humor und Kreativität in der Begegnung mit dem Künstler.

Gerade wurde sein Asylantrag bewilligt und der Exilkubaner, der in seinem Land nicht arbeiten kann blickt mit Freude und Unsicherheit in seine neue Zukunft - hat er doch seine Heimat zurücklassen müssen.

Im Tischgespräch spricht Entenza über kritische Positionen kubanischer zeitgenössischer Kunst

https://www.instagram.com/hermesentenza/

Chris Hinze
Konzert: "Instrument:Labor" 

24. und 31. August 2025 (So) 19 Uhr

Chris Hinze ist in den 1980er Jahren Gründungsmitglied der Avantgardeband der DDR Sandow und seitdem Musiker.

Das hier aus viel Blech und Schläuchen zusammengebaute Instrument gleicht einem Labor zur Erforschung von Klangwelten. Gut dass Chris Hinze gleich zwei Konzerte gegeben hat. So konnte man erleben wie unterschiedlich ein und das selbe Setting klingen kann - je nachdem wie die Verfasstheit des Künstlers ist. Mal melodiös, mal sphärisch-meditativ - aber immer ein Klangerlebnis.

https://www.instagram.com/hinze.chris/?hl=en

Freitagsdiskussion und Schau
"Verbotene Filme der DDR" 

29. August (Fr) und  05. September (Fr) um 19 Uhr, Filmstart 20.30 Uhr 

»Ich bin der neue Parteisekretär« – »Und ich bin Pittiplatsch der Liebe«, kommentiert Manfred Krug frech in »Spur der Steine« (1966). Zwischen 1951 und 1981 verschwanden 19 DEFA-Produktionen  in der Schublade. Gebrandmarkt mit dem Etikett: staatsfeindlich, dekadent, psychologisierend, jugendgefährdend, antikommunistisch oder kapitalistisch. Erich Honecker monierte: Nihilismus, Skeptizismus und Pornografie. Eine Diskussion über das, was man wirklich nicht sagen durfte im sozialistischen Staat.

Als besonderen Gast am 05. September 2025 freuen wir uns den DEFA Regisseur Siegfried Kühn zu begrüßen. Der inzwischen 90 Jährige studierte an der Moskauer Filmhochschule bei Gerassimov drehte zwischen 1967 und 1992 in Babelsberg und der Welt und schrieb später weiter Drehbücher. Als einer der wichtigsten DEFA-Filme der 1970er Jahre hat sich "Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow" erwiesen, den Kühn 1972/73 nach einem Szenarium von Helmut Baierl dreht. Platow (Fritz Marquardt), ein älterer Bahnwärter, soll wegen der Elektrifizierung seiner Strecke aufs Nebengleis verschoben werden. Doch er geht – anstelle seines bequemen Sohnes – zur Weiterbildung auf die Reichsbahnschule und beginnt damit nicht nur beruflich ein neues Leben. Die Komödie, die inhaltlich und stilistisch (Kamera: Roland Dressel) mit unterschiedlichen Mitteln spielt, wird als unprofessionell angefeindet und kommt nur versteckt ins Kino. (Filmportal.de)

https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Kühn_(Regisseur)

Montagsführung und Tischgespräch

01. September (Mo) 17 Uhr, Start Alte BHG, Kastanienallee 2, Jamlitz
Montagsführung - Für alle, die an den Wochenenden verplant sind...

01. September (Mo) 19 Uhr, Alte BHG, Kastanienallee 2, Jamlitz
Tischgespräch zwischen Harald Hauswald und Herbert Schirmer
Das soziale Interesse machte Harald Hauswald, zusammen mit seiner  künstlerischen Ambition,  innerhalb  kürzester  Zeit  zu einem  bedeutenden Fotografen des Ostens. Bei diesem Tischgespräch ist er im Austausch mit Herbert Schirmer (Kurator der Spektrale, der Lausitzer Fototage und letzter Kulturminister der DDR).

https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Schirmer

Harald Hauswald wurde 1954, in der sächsischen Provinz, in Radebeul bei Dresden geboren. Nach einer Lehre als Fotograf und verschiedenen Jobs, zog es ihn 1978 in die »Hauptstadt der DDR«, nach Ostberlin.  Mit liebevollem, aber schonungslosem Blick beobachtet er seither sein Land. Als einer der wenigen DDR-Fotografen veröffentlichte er, anfangs anonym, und ab Mitte der 80er Jahre unter seinem richtigen Namen, Fotoreportagen in westlichen Magazinen, wie »GEO«, dem »Zeitmagazin« oder der »Taz«.1989 wurde Harald Hauswald in den Verband Bildender Künstler der DDR (VBK) aufgenommen. 1990 gründete  er  mit  sechs  weiteren  DDR-Fotografen die Agentur »OSTKREUZ«. 

https://www.hauswald-fotografie.com

Feuer +  Flamme: gemeinsames Bauen mit Hannes Forster

Foto: Annalena Fritsche

19. September (Fr), 16-19 Uhr - Freies Bauen für Jung und Alt
20. September (Sa), 14-19 Uhr - Freies Bauen für Jung und Alt
21. September (So), 14-19 Uh - Freies Bauen für Jung und Alt
21. September (So), 19.30 Uhr FORM +FLAMME - Entzünden der Skulptur im Beisein der Freiwilligen Feuerwehr Jamlitz

Gemeinsames Bauen einer Feuerskulptur mit dem Künstler Hannes Forster.
Es ist keine Anmeldung erforderlich. Unbehandelte Holzreste sind sehr willkommen.

Hannes Forster ist als Künstler seit über 20 Jahren in der Gemeinde Jamlitz ansässig. 2019 war er Gründungsmitglied des Vereins »brandung e.V.« und kuratiert seither Ausstellungen im Namen des Vereins. Seine eigene künstlerische Arbeit verortet sich im Bereich Installation und  Skulptur.  Sein  bevorzugtes  Material  ist  Stein. Aus gebrannten Ziegeln oder alten Biberschwänzen, baut er neue Formen mit anspruchsvollem und zuweilen brisantem Inhalt, wie bei seinem »Kriegedenkmal«, welches 2025 in Mellensee eingeweiht wurde.

In Jamlitz leitet er das Bauen einer Holzskulptur an, die nur dazu dient, eine besonders interessante Flamme zu erzeugen.

http://www.hannes-forster.de/

Als kleiner Verein sind wir selbstverständlich auf Unterstützung angewiesen: 
Wir danken allen Förderern für ihr Vertrauen und die damit verbundenen Fördermittel und allen Freunden und zuweilen sogar unbekannten Menschen, die uns tatkräftig unter die Arme greifen.

Mit freundlicher Unterstützung:

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RÜCKBLICK

2023

Bestand und Fiktion

05.08. — 03.09.2023

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2021

Standort_Bestimmung

07.08. — 05.09.2021

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brandung e.V.
Kunst und Kultur in der Region
Dahme-Spree-Neiße

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