AUSSTELLUNGEN

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"art shapes spaces" - 1. openart Lausitz Biennale

in Jamlitz für den Landkreis Dahme-Spreewald

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Jamlitz ist für den Landkreis Dahme Spreewald der Veranstaltungsort der 1. openart Lausitz Biennale 2026. 

Im Zentrum der Ausstellung stehen jene Orte, die durch Leerstand, Überwucherung, Vernachlässigung oder Verfall geprägt sind – ebenso wie die darin verborgenen Potenziale für neue Sichtweisen und Denkansätze.

Ausgehend von diesen Themen bieten wir den teilnehmenden Künstler*innen ausgewählte Orte im öffentlichen Raum der Gemeinde Jamlitz an. An diesen Standorten können sie durch gezielte Beobachtungen ortsspezifische Installationen und Interventionen entwickeln, die soziale, historische und gesellschaftliche Strukturen einbeziehen und reflektieren.

Die 1. openart Lausitz Biennale 2026 wurde initiiert und wird veranstaltet vom Atelierhof Werenzhain e.V. 

Wir danken den überregionalen Förderern sowie den Unterstützer*innen hier in Jamlitz und umzu: Elektro Sprenger sowie vielen Jamlitzern, die ihre Grundstücke für die Kunstwerke zur Verfügung gestellt haben und das Ausstellungsprojekt vielfältig unterstützen. 

Ausstellungszeitraum Jamlitz: 14.08. — 30.8.2026

Künstlerische Leitung der Biennale: Michaela van den Driesch

Künstlerische Leitung für Jamlitz: Anna Grunemann 

Ausstellungsorte: Doberlug-Kirchhain, Werenzhain, Rückersdorf, Lauchhammer, Jamlitz, Forst, Cottbus

Beteiligte Künstler*innen: Bob Budd, Victoria Gouzikovski, Julia Lazarus, Franziska Möbius, Mio Okido, Christine Schulz, Anke Westermann

Bob Budd
Woodbury (GB)

„Agriculture made easy“, 2026

Mein Designkonzept befasst sich mit den Herausforderungen der modernen Landwirtschaft. In Brandenburg verliert der besonders sandige Boden zunehmend seine Fruchtbarkeit und die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern.

Dies wird durch die geringen Niederschläge noch verschärft. Dementsprechend in der Region wächst das Interesse an Bodengesundheit und einige Landwirte und Vordenker setzen sich für ökologische und regenerative Landwirtschaft ein. Einer der Hauptgrundsätze dieses Ansatzes ist, dass der Boden nicht übermäßig bearbeitet werden sollte (reduzierte Bodenbearbeitung oder Pflügen), um seine natürliche Struktur so intakt wie möglich zu erhalten – gut für die Wasserspeicherung und die Mikroorganismen im Boden. 

Eine der Schwierigkeiten konventioneller Landwirtschaftspraktiken besteht jedoch darin, dass dabei in der Regel schwere Traktoren und Geräte eingesetzt werden, die den Boden verdichten und das Bodenleben schädigen. Meine Lösung (bitte sehen Sie sich meinen Entwurf an) besteht daher darin, ein leichtes landwirtschaftliches Gerät zu entwickeln, eine Art Prototyp, der sowohl boden‐ als auch menschenfreundlich ist.

www.axisweb.org/artist/bobbudd

Victoria Gouzikovski
Bergen (NO)

„n.n.“, 2026

Diese Installationsreihe ist inspiriert von der Art und Weise, wie sich architektonische Stile wandeln, und führt neue ästhetische „Sprachen“ in einen bestehenden Stil ein.

Im Rahmen dieses Projekts entwirft die Künstlerin gewissermaßen „Mode-Uniformen“ für die Gebäude und verändert durch kleine Anpassungen und Dekorationen die Atmosphäre sowie das Erscheinungsbild des Ortes. So entsteht ein durchgängiger Stil, der sich wie ein roter Faden durch das Ortsbild zieht und die Gebäude stilistisch miteinander verbindet.

www.alternative-formats.com

Julia Lazarus
Berlin

„fluctuating waterlevels - wechselnde pegelstände", 2026

Der Boden, auf dem wir stehen, ist nur scheinbar stabil. Unter unseren Füßen fließt überall Wasser. Nur wenige Meter unter der Oberfläche füllt Grundwasser jede Lücke zwischen den übereinandergeschobenen Schichten aus Kies, Sand und Lehm. Das Wasser sickert dabei durch die komplexen Bodenstrukturen, die über Millionen von Jahren durch enorme Kräfte übereinander gefaltet wurden. Ein Wassertropfen kann mehr als tausend Jahre brauchen, um den tiefsten Punkt zu erreichen und wird unterwegs immer reiner. In Brandenburg wird über 90% Prozent des Trinkwassers aus den Grundwasserleitern gewonnen.

Doch wem gehört dieses Wasser eigentlich und wer entscheidet was passiert wenn es knapp wird?

In einer multimedialen Installation werden die Aussagen unterschiedlicherer Akteure aus der Zivilgesellschaft und Politik vorgestellt, die sich für ein nachhaltigen Umgang mit dem Wasser und ein Umdenken bei der Verteilung und Nutzung einsetzen.

Videogespräche und stille Bilder bilden den Ausgangspunkt für eine offen gehaltene Diskussionen, in der die großen Veränderungen, die gerade auf die Lausitz hinsichtlich des Wassers zukommen werden, reflektiert werden.

www.julialazarus.com

www.radicalfilm.net

Franziska Möbius
Leipzig

„Come together“, 2026

Das Werk „Come Together“ als universelle Geste des Zusammenkommens verspricht eine neue Mitte. Das temporäre Raster aus Linien berührt Geschichte und Zukunft: Es weiß um Trennendes und Verbindendes, um das Nebeneinander von Spuren, die sich nicht notwendigerweise kreuzen, aber doch aufeinander Bezug nehmen. Die Linien nehmen ein Zentrum in den Blick, ohne es zu besetzen. Der haptisch erfahrbare Punkt lädt aber dazu ein, den Boden zu erspüren – eine Insel der Weichheit, ein gemeinsamer Impuls für das Miteinander. Die Arbeit bietet einen Ort des Innehaltens. Er lädt ein, Abstand und Nähe, Erinnerung und Aufbruch, Kommen und Gehen ins Verhältnis zu setzen und im Hier und Jetzt neue Verbindungen zu wagen.

https://www.franziska-moebius.de

Mio Okido
Berlin und Japan

„Wiederbegegnung“, 2026

Okido beschäftigt sich mit kollektiver Erinnerungskultur im globalen Kontext. Dabei untersucht sie unter anderem die Geschichte der deutschen Teilung aus ausländischer Perspektive sowie die Geschichte Asiens aus globaler Sicht. Ihre Arbeit umfasst ein breites Spektrum, darunter Konzeptkunst, die sich auf Archivbilder und -texte bezieht, sowie Installationen und Kunst im öffentlichen Raum.

In Jamlitz hat sie sich mit der Geschichte des KZ-Außenlagers von 1943 bis 1945 beschäftigt und daraus eine Installation aus 5 Fahnen entwickelt. Die Zeichnungen entstanden nach Fotografien des Archivs der Brandenburgischen Gedenkstätten. 

Die Installation wird mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten / Die Lager Jamlitz aufgestellt.

www.miookido.net

Christine Schulz
Berlin und Garbolzum

„VENTOUX VII - Wer arbeitet im Boden - Who works in the soil?“, 2026

Für die 1. openart Lausitz Biennale entsteht eine weitere Installation innerhalb der Werkserie VENTOUX.

VENTOUX  ist ein Werkkomplex, der den fundamentalen Gegensatz von Natur und Kultur untersucht.

Die unterschiedlichen Realisierungen des Werkkomplexes VENTOUX (seit 2011) sind keine redundanten Wiederholungen, sondern jeweils neu zu denkende Installationen, als work in progress verdichtet. Ort und Zeit bilden dabei wesentliche Faktoren. Jede neue Realisierung bildet den aktuellen Zustand der inhaltlichen und künstlerischen Reflexion des Themas.

Für die Lausitz erfolgt eine Darstellung der Böden innerhalb unseres Kulturkreises.

Wer arbeitet im Boden - Who works in the soil?

Die Installation beschreibt all jene sichtbaren und unsichtbaren Akteure, die unter der Erdoberfläche tätig sind, den Boden formen, pflegen oder verändern. 
Im Mittelpunkt stehen Prozesse innerhalb der Erdschichten.

Das Spektrum reicht von Menschen über Tiere bis hin zu Mikroorganismen.

http://www.christineschulz.net

Anke Westermann
Berlin 

„Lichthaus“, 2017/2026

Für die 1. openart Lausitz Biennale modifiziert die Künstlerin ihr Lichtobjekt aus der Reihe Projektor Baukasten. 

Thema und Orte der temporären Installationen der Projektor-Reihe sind vorzugsweise noch vorhandene freie, öffentlich zugängliche innerstädtische Flächen bzw. potentielle Baugrundstücke in urbanen Räumen. Hier in Jamlitz zwischen Kiefern und idyllischen Wiesen erhält die Arbeit eine andere Konnotation. 

Das autarke „Lichthaus“ aus Holzleisten, Leuchtstoffröhren und einem Balkonkraftwerk visualisiert wie eine ephemere Raumzeichnung einen imaginären Schutzraum aus Vergangenheit und Zukunft.

http://www.ankewestermann.de

Begleitprogramm: 

Im Begleitprogramm zur Ausstellung wird der Versuch unternommen, die Themen der Ausstellung noch weiter zu fassen und auf andere Sparten bzw. Formate zu übertragen. So erweitert die Podiumsdiskussion mit Lesung oder das musikalische Tischgespräch oder die biografischer Schreibwerkstatt den Betrachtungswinkel und schafft neue Zugänge. 

Gehaltvolle und spannende  Tischgespräche mit unseren Künstler*innen  runden das Begleitprogramm ab. Die Kuratorenführungen am Samstag und Sonntag eröffnen neue Perspektiven auf das, was mitunter ohne Erklärungen ein Rätsel bleiben würde.

open spaces: 

Die open spaces unternehmen den Versuch die lebendige Kunstszene vor Ort mit ins Boot der 1. openart Lausitz Biennale zu holen. 

So konzentrieren sich am 2. Ausstellungswochenende eine Reihe spannender Crossover-Veranstaltungen im Atelierhof Lieberose, während in Jamlitz die Urenkelin der Mitglieder der ehemaligen Jamlitzer Künstlerkolonie mit Führungen und Input zum Thema den Horizont erweitert. 

TISCHGESPRÄCHE VORAB
Kunst für Kopf und Bauch mit den Künstler*innen der Biennale

Mittwoch, 12. August 2026
mit Rundgang zu den im Aufbau befindlichen Arbeiten
Start: temporäre Kunsthalle Alte BHG, Kastanienallee 2, 15868 Jamlitz

Als kleiner Verein sind wir selbstverständlich auf Unterstützung angewiesen: 
Wir danken allen Förderern für ihr Vertrauen und die damit verbundenen Fördermittel und allen Freunden und zuweilen sogar unbekannten Menschen, die uns tatkräftig unter die Arme greifen.

Mit freundlicher Unterstützung:

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Aktuell sind in Jamlitz im öffentlichen Raum bis auf weiteres folgende künstlerische Arbeiten zu sehen: 

Johannes Pfeiffer: "Klangschwellen", 2021/2024, Ort: nähe Justus Delbrück-Haus / am Heideradweg

Günther Zins: "Mauerleporello", 2023, Ort: Giebel Am Schäferteich 6 / am Heideradweg

Christian Hasucha: "davor, dabei, danach" (Foto unten), 2025, Ort: Giebel Alte Mühle am Mühlenteich 2

Rudolf Grunemann: "Deutschland einig Vaterland", 1953, Ort: Dorfgemeinschaftshaus Foyer, Schulstraße 12

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Foto: Frank Schinski 

RÜCKBLICK

2025

Vom Verschwinden

09.08. — 07.09.2025

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2023

Bestand und Fiktion

05.08. — 03.09.2023

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2021

Standort_Bestimmung

07.08. — 05.09.2021

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brandung e.V.
Kunst und Kultur in der Region
Dahme-Spree-Neiße

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